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Orte im Fokus

Die besten Sehenswürdigkeiten Indonesiens im Fokus:

Nordsumatra

Pematang Siantar

Ein Gebirgsort und Vergnügungszentrum nahe der Stadt Medan.

Banyak Islands

Pulau Banyak

Eine entlegene Inselkette vor der Westküste Sumatras.

Informationen

Religion in Indonesien

Mit ca. 200 Millionen Moslems stellt Indonesien den Staat mit der größten moslemischen Bevölkerung der Welt dar. Im Gegensatz zu vielen anderen mehrheitlich muslimischen Staaten ist der Islam in Indonesien jedoch nicht Staatsreligion. Die Religionsfreiheit ist in der Verfassung garantiert, aber auf sechs Religionen beschränkt, wobei der Glaube an einen Gott gefordert wird. Atheismus wird nicht anerkannt, daher kennt Indonesien auch keine Zivilehe, sondern nur religiös geschlossene Ehen. Als Grundlage staatlichen Handelns gilt die 1945 vom damaligen Präsidenten Sukarno formulierte Staatsideologie Pancasila, die auf einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Völkern und Religionen Indonesiens abzielt. Sie besteht aus 5 Punkten: (1) Glaube an einen Gott (2) Achtung der Menschenwürde (3) nationale Einheit (4) Demokratie durch Konsensus (5) soziale Gerechtigkeit. Die Bürger können demnach den Lehren von Islam, Christentum (katholisch und evangelisch), Buddhismus, Hinduismus und Konfuzianismus folgen. Anzumerken ist hierzu jedoch, dass manche Volksgruppen eine offizielle Religion angeben, jedoch einen animistischen Glauben praktizieren. Islam 88 % der Indonesier sind Muslime (ca. 200 Mio.). Dabei hängen die meisten der sunnitischen Richtung an.(rund 98 %) Die rund 1 Million Schiiten sind über das Land verteilt, größere Zentren finden sich in Jakarta und Aceh. Indonesien verdient nicht nur wegen seiner Größe Aufmerksamkeit, sondern auch wegen der spezifischen Ausprägung, die der Islam hier genommen hat. Er weist vielfältigere Erscheinungsformen und größere Toleranz auf als dies beispielsweise in einigen arabischen Staaten der Fall ist. Zudem hat in Indonesien 1998 nach dem Sturz des Diktators Soeharto ein erfolgreicher Demokratisierungsprozess eingesetzt. Für viele steht Indonesien deswegen als beispielhaft für die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie. Der Islam in Indonesien besteht aus verschiedenen Strömungen. Große Teile der islamischen Bevölkerung (insbesondere im ländlichen Java) orientieren sich an einer traditionalistischen, vom Mystizismus beeinflussten Form des Islam, der eine große Anpassungsfähigkeit an lokale Bräuche und Traditionen zeigt, von dem u.a. auch die Reaktionen auf Naturkatastrophen mit beeinflusst werden. Die Nahdlatul Ulama (Renaissance der Rechtsgelehrten) etwa, die diesen traditionalistischen Islam repräsentiert, zählt weit über 30 Millionen Mitglieder und gilt als größte muslimische Organisation der Welt. Dem gegenüber stehen modernistische Gruppierungen. Sie verstehen den Islam als vernunftorientierte Religion, die mit den Werten der Moderne in Einklang zu bringen sei. Der modernistische Islam ist vor allen Dingen in den Städten der Küstenregionen beheimatet. Die größte Organisationen Indonesiens, die diese Strömung vertritt ist die Muhammadiyah, der etwa 20 Mitglieder Indonesier angehören. Beide genannten Strömungen sind auch im heutigen Parlament durch Parteien vertreten. Die Auslegung des Islam unterscheidet sich zum Teil stark nach Region und ethnischer Zugehörigkeit seiner Anhänger. Als orthodoxe Muslime sind vor allem die Maduresen, Minangkabau, Achinesen und die Makaresen bekannt, während die Javaner und Osing traditionell eine gemäßigte Form des Islam praktizieren. In einigen Provinzen Sulawesis wiederum hat sich in den letzten Jahren eine wahabistische Strömung verstärkt verbreitet. Im Jahr 2008 wurde die islamische Ahmadiyah-Sekte durch das Religionsministerium per Dekret untersagt ihre Glaubensgrundsätze weiter zu verbreiten. Die Ahmadiyah-Sekte wird von fundamentalistischen Muslimen als ketzerisch betrachtet. Größte Moschee : Istiqlal-Moschee in Jakarta Christen 23 Millionen Indonesier, also 9 % der Bevölkerung, sind Christen (ca. 6 % evangelisch und 3 % Anhänger der römisch-katholischen Kirche Indonesiens). Damit ist die christliche Religion die größte Minderheitenreligion im Land. Die römisch-katholische Kirche Indonesiens und der Protestantismus werden offiziell durch den indonesischen Staat als Religionen anerkannt. Die ersten Protestanten trafen mit der der Kolonisation Indonesiens durch die Niederländer ein. Berücksichtigen sollte man jedoch, dass manche Volksgruppen zwar das Christentum als Religion angeben aber Animismus praktizieren bzw. eine synchretische Form beider Religionen. Das Christentum gelangte bereits vereinzelt im 15. Jahrhundert zu den Inseln. Viele bis dahin nicht islamisierte Völker, wie etwa die Torajas in Süd-Sulawesi oder die Batak in Nord-Sumatra, wurden erst im 19. und 20. Jahrhundert zum Christentum missioniert. Bei der Missionierung der Batak spielten deutsche Missionare eine entscheidende Rolle. Die Bewohner des heutigen Nusa Tenggara Timur sowie die der Molukken, konvertierten bereits im 16. und 17. Jahrhundert (damals portugiesische Kolonien). Eine christliche Bevölkerungsmehrheit besteht in vielen Gegenden Ostindonesiens, etwa auf Papua, den südlichen Molukken, den östlichen kleinen Sundainsel (Nusa Tenggara Timur) sowie Nordsulawesi. Größe christliche Gruppen gibt es zudem in West-Kalimantan (40%), Nordsumatra (insbesondere die Batak), wo rund 31 % Christen sind, Zentral Kalimantan (20%) in der Hauptstadt Jakarta (12%). Größte Kirche im Land ist die Kathedrale von Jakarta, die gegenüber der größten Moschee des Landes zu finden ist. Hindus Rund 1,8 % der Bevölkerung Indonesiens sind Hindus (besonders auf Bali und auf Lombok verbreitet). Die Insel Bali stellt eine Besonderheit in Indonesien dar, da es die einzige Insel ist, die mehrheitlich von Hindus bewohnt wird. Der balinesische Hinduismus wird Hindu Dharma gennat und unterscheidet sich relativ stark vom indischischen Hinduismus. Er ist eine Mischung aus dem ursprünglichen animistischen Glauben der Balinesen und dem Hinduismus, der durch indische Händler auf die Insel gelangte sowie buddhistischen Einflüssen. Einzug hielt der Hinduismus in Bali im 8. bis 9. Jahrhundert. in unzähligen Tempeln kommunizieren die Balinesen mit ihrem Gott, genannt Sanghyang Widi Wasa. Bali wird daher auch oft die Insel der Tausend Tempel genannt. Jedes Dorf, das etwas auf sich hält, beheimatet drei Tempel: Den Pura Puseh (Ursprungstempel), den Pura Desa (Tempel der großen Ratsversammlung) und den Pura Dalem (Todestempel). Religiöse Riten und Feste begleiten die Menschen auf Bali von der Geburt bis zum Tod und über den Tod hinaus. Sie sind Grundlage des Zusammenhalts von Familie und Dorfgemeinschaft. Religiöse Riten werden wirksam bei der Gründung eines Dorfes, sie ordnen das Familienleben und sind die ethischen Leitlinien des ganzen Volkes. Feiertage, Volksvergnügungen und Versammlungen werden stets von einer Tempelzeremonie eingeleitet. Außerhalb Balis finden sich größere Hindu-Gemeinden in Zentral-Kalimantan, wo rund 10 Prozent der Bevölkerung Hindus sind (insbesondere die Dayak), in der Provinz Nusa Tenggara Barat rund 3 %, die sich überwiegend auf der Insel Lombok konzentrieren sowie in West-Sulawesi (1,8%) und Ost-Jawa (1%). Größter Hindutempel 1. Der Prambanan-Tempel auf Jawa 2. Der Besakih-Tempel auf Bali Buddhisten Einst, neben dem Hinduismus die Hauptreligion in Indonesien, fristet der Buddhismus heute ein Schattendasein in Indonesien. In der Mitte des 8. Jhdts. begann der Buddhismus (Mahayana) aus Indien sich in Java auszubreiten, als eine den dort bereits existierenden Hinduismus konkurrenzierende Religion. Nach einer kurzen, aber intensiven Erfolgsphase, während der das Monumentalbauwerk des Tempels Borobodur entstand, dem bis heute größten buddhistischen Tempel der Welt. Da Indonesien nur monotheistische Religionen erlaubt, wurde der Buddhismus durch Bhikku Ashin Jinarakkhita zu einer monotheistischen Religion erklärt. Der Höchste Gott der indonesischen Buddhisten wird Sang Hyang Adi Buddha genannt. Heute sind rund 1 % der Einwohner Indonesiens Buddhisten, die meisten von Ihnen sind Angehörige der chinesischen Minderheit. Größere buddhistische Gemeinden finden sich in der Provinz Bangka Belitung (8,7%), West Kalimantan (6,4%) Riau (6%) sowie in der Hauptstadt Jakarta, wo 3,5 % der Bevölkerung Buddhisten sind. Größter Buddhatempel 1. Der Borobudur-Tempel auf Jawa

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